Algenbefall durch energetische Sanierung

Algenbefall, Foto von mac.black/flickr.com

Algenbefall, Foto von mac.black/flickr.com

Die ökologische Sanierung von Häusern ist ein wichtiger Schritt zum Umweltschutz. Sie ist für den Hausbesitzer doppelt praktisch: zum einen sollen dadurch die Energiekosten gesenkt werden, zum anderen sorgt es für ein gutes Gewissen gegenüber Mutter Natur.

Dicke Platten aus Polystyrol oder anderen Kunststoffen werden dabei an die Außenfassade angebracht, was zur Wärmedämmung führen soll. Das geht ganz schön ins Geld. Je nach Größe der Immobilie sind schnell mehrere 10000 Euro weggedämmt. Andererseits muss bedacht werden, dass dadurch die Heizkosten um bis zu 50% reduziert werden können. Da freut sich so mancher Hausbesitzer schon auf die nächste Heizkostenabrechnung. Doch bevor diese eintrifft, trifft viele ein Schock. Oftmals wechseln die verpackten Wände nun ihre Farbe. Aus weiß wird plötzlich grün!

Es klingt eigenartig, aber ist so: auf den frisch verputzten Wärmeverbundsystemen leben nun glitschige, grüne Algen. Unter ihnen meist die Grünalge Fritschiella, die sonst auf Waldböden beheimatet ist. Ihr Lebensraum muss schön feucht sein. Und diese Bedingung ist vor allem auf Nord- und Ostwänden, auf die kaum Sonne fällt, gegeben. Der Algenbefall ist schon zum Massenproblem geworden. Hausbesitzer sind schockiert und hilflos. Nicht jede gedämmte Immobilie werde grün, aber die Prozentzahlen sind erschreckend hoch.

Ein von Algen befallenes Haus sieht um Jahre älter aus, als es ist. Zudem verliert es an Wert, was im Falle eines Verkaufes durchaus schwierig sein kann. Denn nicht nur der hässliche und fleckige Anblick ist ein Problem. Nein, auch gesundheitsgefährdend ist der Algenbefall. Die Verwitterung der Fassade wird nämlich dadurch beschleunigt und es tummeln sich automatisch viele Schimmelkulturen auf der Wand.

Eine nüchterne Wahrheit: man wird die Algen nicht mehr los. Auch Dampfbestrahlung und Übertünchen der Wände hilft nichts. In vielen Fällen landen Streitigkeiten wegen Algenbefalls vor Gericht. Dort hat man als Hausbesitzer jedoch wenig Chancen…

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