Mieten oder Kaufen?

Hausbau, Foto von ~konny/flickr.com
Die Inflation des Euro lässt viele darüber nachdenken, ob man das Geld nicht in eine Immobilie investieren sollte. Ob es sich lohnt oder nicht, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.
Anita Gärtner, eine Maklerin von Luxusimmobilien des Vermittlers Sotheby´s Reality, hat sich ihren Traum erfüllt und eine Luxus-Villa im Hamburger Walddörfer-Viertel erworben. Bei der Immobilie handelt es sich um ein Architektenhaus aus Klinker und hellgrünem Metall. Die Maklerin gestaltet ihre Häuser auch gerne selbst. Daher wird die Küche in Anthrazit umgefärbt und eine Wand im oberen Stockwerk hat sie auch entfernen lassen. Inzwischen hat Gärtner drei Häuser gekauft, umgebaut, gelebt und dann wieder verkauft. Stets möchte sie sich zu Hause fühlen und trotzdem immer wieder etwas Neues leben.
Ein anderes Bild von gutem Wohnen hat Nikolaus von Bomhard. Der Vorstandschef des Versicherungskonzerns Munich Re ist ein Millionär und wohnt gerne zur Miete. Zur Zeit mietet er eine Wohnung im Münchner Viertel Bogenhausen, nur wenige Minuten von seiner Arbeit entfernt. So gönnt sich der Unternehmen, wann immer es auch geht, eine Radtour durch den Englischen Garten zur Arbeit. Vor einer Inflation schützt er sich, indem er Versicherungsaktien unterschiedlicher Unternehmen kauft. Schließlich kennt er sich in der Branche aus.
Doch was ist der richtige Weg? Kaufen oder Mieten?
Zurzeit liegt die Inflation bei einer Rate von 2,4 Prozent. Prognosen zeigen eine Steigung an. Das ersparte Geld soll natürlich dennoch nicht an Wert verlieren. Viele Deutsche reagieren mit einem Kauf von Immobilien. Klaus Schröder, der Leiter der Immobilienfinanzierung bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser in Frankfurt berichtet: “Es gibt zurzeit ganz eindeutig den Zug zu einer Immobilie.”
Rechnerisch lohnt sich das Kaufen einer Immobilie meistens nicht. Mehrere Rechnungen zeigen, dass bei einem Kauf einer Immobilie in Höhe von 117.000 Euro, der Kauf sich nur lohnen würde, wenn die Immobilie eine hohe Wertsteigerung in Höhe von zwei Prozent im Jahr erzielt. Solche Zuwächse seien aber absolut eine Ausnahme.
