Solartechnik

Preis für Solartechnik 2011 vergeben

Fotovoltaik  Kaubo - Fotolia.com

Fotovoltaik Kaubo - Fotolia.com

Alternative Stromlieferanten wie die Photovoltaik sind in Mode, das wird niemand bestreiten. Jetzt schafft es eine solche Photovoltaik, installiert auf dem Dach einer Werkhalle, diese komplett mit Strom zu versorgen. 

Eine Jury zeichnet den Bau aus, da er sehr schön formal reduziert und dabei elegant gestaltet ist.

Das nach Süden ausgrichtete Dach ist vollbesetzt mit Photovoltaikzellen, die Sonnenenergie einfangen und weiterleiten. Am Ende der Leitung kann ein Transistor dann die Energie entgegennehmen und das Gebäude entsprechend seines Bedarfs versorgen. Dabei gibt es die Funktion der Energiespeicherung, die abdeckt, dass auch an weniger sonnigen Tagen, der volle Bedarf gedeckt ist.

Solarmodule mit einer Fläche von 1.035 m2 erzeugen rund 70.000 kWh Strom in einem Jahr nehmen Strom in einer solchen Menge auf, dass sie über dem eigentlichen Bedarf der Werkhalle z.B. für die Haustechnik, Beleuchtung und Geräte, liegt.

 Somit scheint der Preis gerechtfertigt vergeben worden zu sein. Auch weiter Architekten wurden ausgezeichnet. Die Jury hatte es hierbei vor allem auf Solarenergie und Solarwärmeanlagen abgesehen. Diese empfand sie als besonders zukunftsweisend. Bald wird es wohl kaum noch ein architektonischer Entwurf in irgendeine Ausscheidung schaffen, der nicht mindestns in irgendeiner Weise alternative Energiegewinnungsmaßnahmen mit einbezieht. Ein regelrechter Fetischismus für autarke Stromversorgung hat sich in die Gemüter eingeschlichen.

Wer allerdings schon ein Haus gebaut hat ohne eine integrierte Stromanlage, der kann immer noch nachrüsten. Allerdings muss man bedenken, dass Solarzellen und Windräder unfassbar teuer sind und sich erst nach 100 Jahren wirtschaftlich auszahlen. Zudem gehen sie vielleicht schon vor diesen 100 Jahre kaputt. Nicht nur dass sich die Anlage dann nicht rentiert hat, die Entsorgung ist dann ein zusätzlicher Kosten und Energiefaktor. Das Recycling eines Windrades kostet mehr Energie, als das Windrad je erzeugen kann. 

Solarenergie rechnet sich

Auch wenn sich die Sonne im Herbst und Winter nicht allzu oft blicken lässt, gibt es eine Menge Möglichkeiten, die Sonnenenergie durch eine Solarwärmeanlage für die eigenen vier Wände zu nutzen. Denn die Sonne scheint und liefert Energie zum Nulltarif zu jeder Jahreszeit. Im Gegensatz zu fossilen Energieträgern wie Gas oder Heizöl, deren Preise konstant steigen, rechnet sich Solarenergie und schützt sogar vor steigenden Heizkosten. Ein weiterer und sogar wesentlicher Vorteil dieser Energiequelle ist, dass man sich auch von seinem Energielieferanten unabhängiger machen kann. 

In deutschen Heizkellern stehen momentan rund 3 Millionen alte Öl- oder Gasheizungen. Solche Geräte nutzen den Brennstoff nur unzureichend und sind daher stark renovierungsbedürftig. Wenn man seinen Heizkessel ohnehin auszutauschen plant, kann gleich die Gelegenheit nutzen und zusätzlich eine Solarwärmeanlage einbauen. 

Insbesondere in Anbetracht des kommenden Winters und den damit verbundenen Heizkostensteigerungen sind Investitionen in Solarwärme sinnvoll. Denn Heizen macht einen Großteil des Gesamtenergiebrauchs eines Haushalts aus. Und wenn man sich beeilt und noch vor dem Jahreswechsel eine Anlage installiert, kann zudem noch von den aktuellen Förderungssätzen des Marktanreizprogramms profitieren. Je nach Einzelfall werden rund 15 % der Investitionssumme gefördert.

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten wie wir sie gerade erleben sind sichere Investitionen mit hoher Rendite ziemlich selten. Sparbücher zum Beispiel bieten zwar eine hohe Sicherheit, aber gleichzeitig geringe Renditeaussichten. Bei Aktien und Staatsanleihen wiederum hat man eine höhere Rendite, dafür aber auch ein höheres Risiko. Dagegen lohnen sich Sparmaßnahmen mit höheren Investitionen im Bereich der eigenen Energieversorgung immer: bei Solarwärmeanlagen fällt jedes Risiko weg, denn die Sonne wird auch in Zukunft scheinen und somit konstant Energie liefern. Nach ungefähr 10 bis 15 Jahren haben sich Solarwärmeanlagen zur Warmwasserbereitung amortisiert. Danach heizt man sein Wasser also umsonst.

Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik, Foto von Pink Dispatcher/flickr.com

Photovoltaik, Foto von Pink Dispatcher/flickr.com

Bei der Photovoltaik handelt es sich um eine Technologie, die schon seit über 50 Jahren angewendet wird. So wirklich bekannt ist diese Technologie doch erst seit ein paar Jahren. So erlebte diese ihren Durchbruch mit dem Aufruf in Politik und in der Bevölkerung nach einer “grüneren” Welt und der Aufforderung regenerierbare Stromquellen zu nutzen. Dazu gehören neben Bodenwärme oder Windrädern eben auch die Photovoltaik, welche auch mit den Solarzellen zu tun hat und dadurch den meisten ein Begriff sein dürfte.

So wurde die Photovoltaik das erste Mal 1958 zu Energieversorgung für Raumflugkörper eingesetzt. Danach entstand ein Prozess der Entwicklung und der Nachfrage, sodass sie es auch auf die Erde schaffte und nun auf vielen Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen zu finden ist. Dort dient sie zur Stromerzeugung aus der auf sie scheinenden Sonne.

So entstehen beim “auffangen” der Sonnenenergie und der Umwandlung zur Elektrizität keine unerwünschten Nebenprodukte wie etwa Abgase (das so gefürchtete CO2). Die Anlagen fangen Sonnenstrahlen in einem sehr großen Wellenbereich auf, sodass die kurzwelligen ( UV-Strahlen) als auch die langwelligen (Infrarot) Strahlen alle mit aufgenommen werden. So erfolgt die Energiewandlung mit Hilfe von Solarzellen. Anschließend kann die Energie direkt vor Ort genutzt werden, oder aber in Akkumulatoren gespeichert werden. Eine weitere Möglichkeit ist die sofortige Einspeisung ins Stromnetz. So geschieht es, dass bei der sofortigen Einspeisung die erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt wird.

Diese Technik bringt zwar eine große Anzahl von Vorteilen, jedoch gibt es natürlich auch Nachteile. So ist diese Technik natürlich sehr wetterabhängig. Es ist schlecht vorausschaubar wie viel Sonne scheinen wird und wie viel Strom somit die Anlage im Jahr gewinnen kann. Außerdem muss kalkuliert werden, dass sie im Winter viel weniger Energie erzeugen kann, als im Sommer. Desweiteren ist zu beachten, dass die Anschaffung einer solchen Anlage sehr viel teurer als ein normales Kraftwerk ist, jedoch kaum Folgekosten entstehen, wie es beim Kraftwerk der Fall wäre.