Photovoltaik

Alternativen zur Solartechnik gesucht

© Franz Metelec - Fotolia.com

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Der Trend der erneuerbaren und alternativen Energien hält in Deutschland weiter an. Viele Zweige boomen, doch ein Teil hegt derzeit Unmut: die Solarenergie. Die deutsche Firma Solon, die bisher die größte darstellte, ist nicht mehr zahlungsfähig. Auch der Hersteller für Solarzellen “Q-Cells” gibt es nicht mehr. Das renommierte Unternehmen Siemens hat mittlerweile gemerkt, dass Solarenergie nicht die Hoffnung bestätigen wird, die sie einmal in sich trug. Hinzu kommt auch noch, dass die Bundesregierung sich dazu entschloss, die Subventionen, die als Unterstützung für die Solarenergie galt, sehr stark zu kürzen.

Vor ein paar Jahren sah es noch ganz anders aus. Sie war Symbol der Energiewende, sollte viele Arbeitsplätze schaffen und überall im ganzen Land sah man teilweise Felder, die nur aus Photovoltaikanlagen bestanden. Das Problem, was durch die Solarenergie zu Tage gefördert wurde, war das viel zu schnell wachsende Gleis, auf dem viele Unternehmen fuhren. Der Markt vertrug dies nicht: Es wurde mehr produziert als nachgefragt. 

Das größte Problem jedoch ist ein anderes: China. In China werden ungefähr 70 Prozent der Anlagen gefertigt, die auf Deutschlands Dächern und Feldern stehen. Kein Wunder also, warum große Firmen aus Deutschland pleite gehen, weil die Produkte aus China billiger sind, wenngleich auch nicht so hochwertig. 

Die große Hoffnung dagegen liegt auf die Speicherung der produzierten Energie. Denn die Experten haben mit einem grundsätzlichen Problem zu kämpfen: Es kann nicht unendlich viel Strom in das Netz eingespeist werden. Daher raten viele davon ab, einzelne Arten der Energieproduzierung zu verteufeln, denn es ist eher ein Problem der Logistik. Der Strom sollte dort produziert werden, wo er auch gebraucht wird. Und hat man zu viel Strom produziert, ist die Speicherung sehr wichtig. Das kann jeder bei sich Zuhause. 

Per Mausklick Solareignung feststellen

© anweber - Fotolia.com

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Eine neue technische Innovation verspricht dem Kunden, dass er via Mausklick erfährt ob sein Dach geeignet ist für Solarzellen oder nicht. Den Anfang bildet die südlichen Regionen. In Rheinberg, Alpen und Duisburg können Hausbesitzer ihre Dächer bereits testen – der bundesweite Start soll folgen.

Die neue Technik nennt sich Solardachpotenzialkataster. Eine fast unaussprechliches Wort, das aber ganz einfach funktionieren soll. Für jedes Hausdach innerhalb der bisher registrierten drei Kommunen kann online abgerufen werden, inwiefern das Dach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist.

Die Bedienung ist einfach: man ruft die Internetseite auf. Hier öffnet sich eine Leiste in der alle Hausnummern und Straßen hinterlegt sind. Mit einem einfach Klick öffnet sich einer Karte auf der die gewünschte Adresse markiert ist. Auf diese Karte klickt man erneut, und erhält Auskunft über die Eignung der Dächer. Doch das ist noch nicht alles. Neben der allgemeinen Eignung – oder eben dem Nichtvorhandensein jener -gibt es für jedes Haus ein kleines Solargutachten, das kostenlos abgerufen werden kann.

Mit Hilfe des Solargutachtens kann der Hausbesitzer erfahren, wie viel er investieren müsste für eine Photovoltaikanlage (Wer schon immer mal wissen wollte, wie das eigentlich funktioniert, der klicke hier), wie hoch die Einspeisevergütung ist und welche Menge an Strom er selbst nutzen kann. Außerdem werden Finanzierungsmodelle vorgeschlagen und Fördermöglichkeiten vorgestellt. Die Anträge für Förderung kann man ebenfalls der Internetseite entnehmen. Darüber hinaus sind Adresse von Handwerksbetrieben veröffentlicht, die sich auf den Aufbau von Photovoltaikanlagen spezialisiert haben.

Die Einführung des Solardachpotenzialkataster ist ein wichtiger Schritt in Richtung Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus könnte die gestiegene Motivation der Hausbesitzer an sauberer Energie die Wirtschaft ankurbeln, da allein in Rheinberg und Alpen über 543 Millionen Euro Investition von Nöten wären um alle Häuser mit einem Solardach auszustatten.

Was ist Photovoltaik?

Photovoltaik, Foto von Pink Dispatcher/flickr.com

Photovoltaik, Foto von Pink Dispatcher/flickr.com

Bei der Photovoltaik handelt es sich um eine Technologie, die schon seit über 50 Jahren angewendet wird. So wirklich bekannt ist diese Technologie doch erst seit ein paar Jahren. So erlebte diese ihren Durchbruch mit dem Aufruf in Politik und in der Bevölkerung nach einer “grüneren” Welt und der Aufforderung regenerierbare Stromquellen zu nutzen. Dazu gehören neben Bodenwärme oder Windrädern eben auch die Photovoltaik, welche auch mit den Solarzellen zu tun hat und dadurch den meisten ein Begriff sein dürfte.

So wurde die Photovoltaik das erste Mal 1958 zu Energieversorgung für Raumflugkörper eingesetzt. Danach entstand ein Prozess der Entwicklung und der Nachfrage, sodass sie es auch auf die Erde schaffte und nun auf vielen Dachflächen, bei Parkscheinautomaten, in Taschenrechnern, an Schallschutzwänden oder auf Freiflächen zu finden ist. Dort dient sie zur Stromerzeugung aus der auf sie scheinenden Sonne.

So entstehen beim “auffangen” der Sonnenenergie und der Umwandlung zur Elektrizität keine unerwünschten Nebenprodukte wie etwa Abgase (das so gefürchtete CO2). Die Anlagen fangen Sonnenstrahlen in einem sehr großen Wellenbereich auf, sodass die kurzwelligen ( UV-Strahlen) als auch die langwelligen (Infrarot) Strahlen alle mit aufgenommen werden. So erfolgt die Energiewandlung mit Hilfe von Solarzellen. Anschließend kann die Energie direkt vor Ort genutzt werden, oder aber in Akkumulatoren gespeichert werden. Eine weitere Möglichkeit ist die sofortige Einspeisung ins Stromnetz. So geschieht es, dass bei der sofortigen Einspeisung die erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt wird.

Diese Technik bringt zwar eine große Anzahl von Vorteilen, jedoch gibt es natürlich auch Nachteile. So ist diese Technik natürlich sehr wetterabhängig. Es ist schlecht vorausschaubar wie viel Sonne scheinen wird und wie viel Strom somit die Anlage im Jahr gewinnen kann. Außerdem muss kalkuliert werden, dass sie im Winter viel weniger Energie erzeugen kann, als im Sommer. Desweiteren ist zu beachten, dass die Anschaffung einer solchen Anlage sehr viel teurer als ein normales Kraftwerk ist, jedoch kaum Folgekosten entstehen, wie es beim Kraftwerk der Fall wäre.