Wohngemeinschaft

Die Wohngemeinschaft

Kleine WG, Foto von MagnusK/flickr.com

Kleine WG, Foto von MagnusK/flickr.com

Gerade in Großstädten ist die Wohnungsknappheit ein immer größer werdendes Problem. Besonders Einraumwohnungen sind extreme Mangelware und so kommt es in Landeshauptstädten wie München oder Berlin schon mal vor, dass zur Besichtigung einer 25-Quadratmeter-Wohnung über 40 Interessenten auf der Matte stehen. Logisch, dass sich die Wohnungsagenturen die Hände reiben und Unsummen verlangen. Besonders für Studenten ist daher eine eigene Wohnung kaum bezahlbar. Erst bei etwas größeren Appartements stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis wieder. Deshalb geht der Trend immer mehr zu Wohngemeinschaften. Menschen schließen sich zusammen, um sich „die eignen vier Wände“ zu teilen. Sparen kann man dadurch enorm und auch die Chance auf eine ansehnliche Behausung steigt. Doch Vermietern ist eine WG oft zu unsicher. Durch ständiges Ein- und Ausziehen von Mitbewohnern kommt es oft zu Zahlungsrückständen, welche mühselig eingefordert werden müssen. Und auch aus Sicht der Mieter ist eine WG in vielen Fällen doch die falsche Wahl. Denn es ist nicht jedermanns Sache, mit fremden Leuten Bad, Küche und Wohnzimmer zu teilen. In eine WG zu ziehen bedeutet, erheblich auf Privatsphäre zu verzichten. Auch eine große Kompromissbereitschaft word benötigt, wenn es darum geht, sich auf einheitliche Richtlinien für das Zusammenleben festzulegen. Der größte Fehler, der bei einer WG-Gründung begangen wird, ist die Wahl der Mitbewohner. Man muss deshalb potenzielle Zimmernachbarn auf Herz und Nieren prüfen, ihre Gewohnheiten und Hobbies erfragen und natürlich auch ihre Zahlungsfähigkeit unter die Lupe nehmen. Was auch vielen zum Verhängnis wird: mit Freunden in eine WG zu ziehen klingt zunächst vielleicht ganz witzig, kann aber zu schlimmen Streits führen. Denn nicht jeder, mit dem man sich gut versteht, ist ein super Mitbewohner. Auch das Zusammenziehen mit Arbeitskollegen ist gewagt, denn so erhält oftmals der Job auch nach Feierabend Einzug in die vier Wände und man kann sich gar nicht mehr entspannen. Es ist wichtig, einen Mitbewohner mit ähnlichen Interessen zu finden und mit diesem bereits beim „Casting“ die wichtigsten Regeln zu klären. Diese sollten auch unbedingt in einem Mietvertrag schriftlich festgelegt werden. So kann es im schlimmsten Fall vor Gericht keine bösen Überraschungen geben, da man sich auf ein Dokument berufen kann.